Qualitätsrichtlinien
der ASK - Akademie für Systemische Kompetenz
Inhalt
1. Zweck und Geltungsbereich
2. Qualitätsverständnis und Leitprinzipien
3. Qualitätskriterien und Kennzahlen
4. Der PDCA-Verbesserungskreislauf
5. Einbindung involvierter Dritter
6. Transparenz und Zugänglichkeit
1. Zweck und Geltungsbereich
Die Qualitätsrichtlinien der ASK bilden die verbindliche Grundlage der pädagogischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Tätigkeit der Einrichtung. Sie gelten für alle MitarbeiterInnen, TrainerInnen, externen KooperationspartnerInnen sowie für alle Bildungsangebote der ASK.
Die Qualitätsrichtlinien sind öffentlich zugänglich und werden allen Beteiligten in geeigneter Form zur Kenntnis gebracht.
2. Qualitätsverständnis und Leitprinzipien
Qualität verstehen wir als fortlaufenden, systemischen Entwicklungsprozess.
Sie zeigt sich in der Wirksamkeit unserer Bildungsangebote, der Professionalität unseres Handelns sowie in der verantwortungsvollen Gestaltung von Beziehungen, Lernprozessen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Unsere Qualitätsarbeit orientiert sich an folgenden Leitprinzipien:
• Systemisches Denken und Handeln
• Lernenden- und praxisorientierte Didaktik
• Transparenz und Nachvollziehbarkeit
• Verantwortung und Wirtschaftsethik
• Kontinuierliche Reflexion und Verbesserung
3. Qualitätskriterien und Kennzahlen
3.1 Pädagogische Qualität
Qualitätskriterien:
• Fachliche, didaktische und systemische Kompetenz der TrainerInnen
• Klar formulierte Lernziele
• Methodenvielfalt und Praxisorientierung
• Lernklima und Beziehungsqualität
Kennzahlen:
Qualifikation Lehrpersonal:
- 100 % der Lehrenden verfügen über eine fachlich einschlägige Ausbildung
- Um den hohen Standard der TrainerInnen aufrecht zu erhalten sind alle Trainer und Trainerinnen der ASK, die einen Lehrgang abhalten, verpflichtet, jährlich eine ASK-interne Weiterbildung (Train the Trainer, Systemische Inputs) im Ausmaß von mind. 8h zu absolvieren.
- Alle TrainerInnen der ASK sind im Sinne des systemischen Denkens 3.Ordnung (Open System Model - OSM©) bestens ausgebildet und fachlich auf dem neuesten Stand. Bevor sie ihre eigene Lehrveranstaltung abhalten dürfen, bringen sie sich als Co-TrainerIn in einem der Lehrgänge der ASK ein. Dadurch kann sich die Institutsleitung ein klares Bild über die systemischen, didaktischen, sowie sozialen Kompetenzen der TrainerInnen machen.
Didaktische Qualität:
- Jedes Modul enthält im Curriculum definierte Lernziele, die im Arbeitsbericht bestätigt werden
- Methodenvielfalt (z. B. Theoretischer Input, Live-Demo, Gruppen-reflexion, Praxisübungen).
- Kohärente Begleitung der Entwicklung der TeilnehmerInnen sowie sinnvolle Anpassungen (Tempo, Tiefe, Struktur) werden ermöglicht durch nahtlose Informationsweitergabe relevanter Beobachtungen im Arbeitsbericht (zB Probleme im Verständnis gewisser Methoden, Häufigkeit der Rollen A/B im Übungsformat)
- Bei Trainerwechsel Informationsaustausch nach jedem Modul
- Der Anteil interaktiver Lernformate pro Modul beträgt mind. 20%
Teilnehmer*innenzufriedenheit:
- mindestens 90 % positive schrifltiche Bewertungen in den Bereichen Inhalte, Didaktik, Lernklima
Transferwirksamkeit:
- Echte Praxiserfahrung unter Supervision während des Lehrganges, wo möglich
- Praxisorientierte Aufgaben zwischen den Modulen (bei Lehrgängen)
- Qualitative Rückmeldungen zum Praxisnutzen
Abschlussquote:
- Dokumentierte Teilnahme- und Abschlussraten je Lehrgang. Wir streben eine individuelle Teilnahme von mind. 80% an, sowie eine Abschlussrate von mind. 90%
3.2 Organisatorische und strukturelle Qualität
Qualitätskriterien:
• Verlässliche Planung und Organisation
• Transparente Kommunikation
• Geeignete Lernumgebung und Infrastruktur
Kennzahlen:
Gruppengröße:
- Die Gruppengröße in Lehrgängen und Seminaren beträgt zwischen 8 und 12 Personen. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 16 Personen, die minimale Teilnehmerzahl je nach Angebot zwischen 6 und 8 Personen. Ab 12 Personen ist in Lehrgängen immer einE Co-TrainerIn anwesend.
Informationsqualität:
- 100 % der Ausschreibungen (PDF) verfügen über vollständige Kursinformationen
Kommunikation:
- Beantwortung von Anfragen innerhalb von max. 2 Werktagen
- Tägliche Erreichbarkeit an Werktagen
Organisation:
- Dokumentierte und gesicherte Kurs- und Teilnehmer*innenverwaltung
- Datenschutzrichtlinien werden eingehalten und das mit Daten betraute Personal ist entsprechend geschult
Räumliche Qualität:
- geeignete Lernräume (genug natürliches Licht, Klimatisierung, passende Größe, gute Akustik, öffentliche Erreichbarkeit, Barrierefrei bei Bedarf)
- Hochwertige Ausstattung der Lernumgebung (Ausreichend und gemütliche Sitzgelegenheiten, Ruhebereiche, separate Übungsräume, Küche für die Zubereitung des Mittagessens falls gewünscht, mind. 2 Flipcharts pro Raum, mind. 3 Pinnwände pro Raum)
3.3 Wirtschaftliche Qualität
Qualitätskriterien:
• Wirtschaftliche Stabilität
• Transparente Preisgestaltung
Kennzahlen:
Kostentransparenz:
- klare Darstellung von Teilnahmebeiträgen und Leistungen
- Keine versteckten Kosten
- Transparente und individuelle Ratenvereinbarungen
Wirtschaftlichkeit:
- Mindestens kostendeckende Durchführung der Angebote
Planungssicherheit:
- 2-jährliche Angebotsplanung inkl. Weiterbildungskatalog
3.4 Zufriedenheit und Beziehungsgestaltung
Qualitätskriterien:
• Wertschätzender Umgang
• Professionelle Beziehungsgestaltung
• Partizipation und Feedbackkultur
Kennzahlen:
Feedbackbeteiligung:
- mindestens 60–70 % Rücklaufquote bei Feedbackinstrumenten
Beschwerdemanagement:
- dokumentierte Bearbeitung von Rückmeldungen und Feedbackbögen
Teamreflexion:
- regelmäßige interne Reflexionsformate
Wertschätzung und Kommunikation
- Ein kostenloses persönliches oder digitales Beratungsgespräch, mit dem/der jeweiligen LehrgangsleiterIn, steht allen InteressentInnen im Entscheidungsfindungsprozess für eine Ausbildung zur Verfügung.
- Flipchartprotokolle die während eines Seminars/Lehrgangs entstehen, werden innerhalb einer Woche an die TeilnehmerInnen per Mail gesandt
4. Der PDCA-Verbesserungskreislauf
Qualitätsentwicklung erfolgt bei der ASK systemisch und mehrperspektivisch. Rückmeldungen von TeilnehmerInnen, TrainerInnen und eventuellen KooperationspartnerInnen werden in passenden Abständen eingeholt:
TrainerInnen durch:
• die Arbeitsberichte nach jeder Veranstaltung
• in einer gemeinsamen Reflexion nach der gesamten Veranstaltung und
• bei dringendem Interventionsbedarf auch sofort.
TeilnehmerInnen:
• erhalten einen schriftlichen Feedbackbogen nach der Veranstaltung.
• Wenn die Veranstaltung mehr als 7 Monate dauert, wird eine schriftliche Zwischenbefragung durchgeführt.
• Wenn es häufigen TrainerInnenwechsel gibt, wird nach jedem Modul Feedback zum jeweiligen Trainer/ zur jeweiligen Trainerin eingeholt.)
Die Qualitätsentwicklung der ASK folgt dem Prinzip eines kontinuierlichen Verbesserungskreislaufs gemäß dem PDCA-Zyklus (Plan – Do – Check – Act). Qualität wird nicht als statischer Zustand verstanden, sondern als fortlaufender Lern- und Entwicklungsprozess auf pädagogischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Ebene.

Abb: Grafische Darstellung des PDCA-Verbesserungskreislaufes der ASK
5. Einbindung involvierter Dritter
Die ASK stellt sicher, dass alle an der Leistungserbringung beteiligten Dritten (in unserem Fall sind das externe TrainerInnen), die für sie relevanten Qualitätsrichtlinien kennen und einhalten.
Die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien wird durch:
• Das Trainerhandbuch
• Schriftliche Vereinbarungen
• Arbeitsberichte
• Stichprobenkontrolle vor Ort
• Gemeinsame Reflexion
abgesichert.
6. Transparenz und Zugänglichkeit
Die Qualitätsrichtlinien sind (auf der Webseite gekürzt) öffentlich zugänglich und werden regelmäßig aktualisiert. MitarbeiterInnen und TrainerInnen werden durch das Trainerhandbuch, welches zu Beginn ihrer Tätigkeit schriftlich übergeben und gemeinsam besprochen wird, über Inhalte, Ziele und Verfahren der Qualitätssicherung, sowie ihre Rolle darin, informiert.
Stand: 07.01.2026